Gesprächsabend zur Ortsentwicklung in Hagen

Ortskernsanierung, Finanzpolitik, demografischer Wandel - das waren einige der Schwerpunkte bei diesem Gesprächsabend am 24. Feburar. Mit Bastian Speckelmeyer (CDU) und Uwe Sprehe (SPD) waren zwei Fraktionsvorsitzende gekommen, um den rd. 40 Besucherinnen und Besuchern vorzustellen, wie sich Hagen den Herausforderungen der Zukunft stellen will.

Erstes großes Thema war die Ortskernsanierung, wobei der unmittelbar bevorstehende Abriss des Klappergebäudes und die anschließende Neugestaltung des Rathausvorplatzes besonderes Interesse erweckten. Zudem sollen der Bereich Alte Straße/Am Dorfbrunnen umgestaltet und die Anbindung der Dorfstraße an das Einkaufszentrum an der Hüttenstraße verbessert werden. In diesem Jahr will die Gemeinde 2,4 Millionen Euro in die Ortskernsanierung inverstieren.

Gleichzeitig - so betonten die beiden Politiker - gehe es aber auch darum, den Schuldenstand der Gemeinde zu verringern. Zwischen 2008 und 2014 sei es gelungen, eine Verminderung von knapp 14 Millionen auf gut 11 Millionen Euro zu erreichen. Hier gelte es, weitere konsequente Bemühungen an den Tag zu legen.

Dass dies in Einzelfragen auch zu unterschiedlichen Ergebnissen führen kann, zeigte sich am Thema Kindergartenbeiträge: Während sich die SPD dafür einsetzt, dass die Gemeinde die Beiträge für das vorletzte Kindergartenjahr als "Investition in die Zukunft" übernehmen solle, lehnt die CDU dies ab, weil dies eine zu große Belastung für den Haushalt bedeute.

Angesichts des demografischen Wandels ist die Gemeinde bemüht, die Einwohnerzahl Hagens bis 2020 auf 13.500 bis 14.000 zu steigern und dann zu stabilisieren. Dazu müssten vor allem die Familienfreudlichkeit erhöht und eine bessere Busanbindung geschaffen werden, um die Abwanderung insbesondere der 20- bis 40-Jährigen zu vermindern. Nur so könne auch auf Dauer dafür gesorgt werden, dass die Schülerzahlen in Hagen nicht weiterhin rückläufig seien. Zudem müsse man das schulische Angebot konsequent verbessern, wozu auch eine Kooperation mit dem Gymnasium in Oesede abgestrebt werde.

Hermann Müller, der in der Kolpingsfamilie für dieses Themenfeld zuständig, bedankte sich bei den Referenten für ihre Mitwirkung und wünschte ihnen "ein glückliches Händchen" bei ihrer Arbeit im Gemeinderat zum Wohle Hagens und seiner Menschen.
[unter Verwendung von NOZ]