Mobbing im Kinderalltag

Thorsten Engwer, Mobbingberater

An zwei Abenden stand das Thema "Mobbing im Kinderalltag" auf dem Programm unserer Kolpingsfamilie. Thorsten Engwer aus Hasbergen, selbständiger Mobbingberater, hatte sich bereiterklärt, zu dieser Thematik als Referent zur Verfügung zu stehen. Während es am ersten Abend vorwiegend um allgemeine Fragen ging (Begrifsbestimmung, Hinweise auf den Forschungsstand, Fragen der Ursachen, Folgen und Auswirkungen), stand der zweite Abend überwiegend unter dem Gesichtspunkt, konkrete Vorschläge zu erörtern, wie man mit Mobbing umgehen kann bzw. soll (Was kann man gegen Mobbing tun? Welche Möglichkeiten haben Eltern in der Schule?). Aus der Beteiligung der zahlreichen Besucher an der Diskussion konnte man erkennen, dass dem Thema eine besondere Bedeutung zukommt. Es wurde aber auch deutlich, dass es eine große Unsicherheit gibt, wie man damit umgehen soll. Nicht jedes Hänseln in der Schule z. B. ist schon gleich Mobbing, sehr wohl kann es aber der Anfang einer Entwicklung sein, die darauf abzielt, einen Mitschüler systematisch zu schikanieren, zu quälen und seelisch zu verletzen, also ihn zu mobben. Hier gilt es zunächst zu beobachten und zu analysieren, um dann überlegt nach Gegenmaßnahmen Ausschau zu halten. Der Referent hat in seinen Ausfürungen verschiedene solcher Möglichkeiten aufgezeigt. "Ein Patentrezept gibt es nicht," so Engwer, "aber gerade beim Mobbing gegenüber Kindern kommt der Aufmerksamkeit der Eltern eine besondere Bedeutung zu."