Themenabend "Organspende"

Roswitha Brauckmann bedankt sich im Namen der Kolpingsfamilie bei Dr. Jürgen Tepel

Zu einem Informations- und Gesprächsabend über das Thema „Organspende – Organtransplantation“ hatte die Kolpingsfamilie St. Martinus Hagen a. T. W. eingeladen. Dr. Jürgen Tepel vom Klinikum Osnabrück hatte sich bereit erklärt, als Gesprächspartner zur Verfügung zu stehen. Er verfügt über mehrjährige Erfahrungen als Mitglied eines Ärzteteams an einem der 35 deutschen Transplantationszentren. Auf dem Hintergrund des seit 2012 geltenden deutschen Transplantationsgesetzes erläuterte Dr. Tepel zunächst das Verfahren. Schon dabei sprach er grundsätzliche Fragen an, die über die rein medizinische Betrachtungsweise hinausgehen wie z. B. die Bestimmung des Todeszeitpunktes. Die zahlreichen Wortmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten deutlich, dass er gerade mit solchen Themen die Unsicherheiten und Ängste vieler angesprochen hatte. Seine entscheidende Feststellung war, dass jede Transplantation – soweit es sich nicht um eine Lebendspende handelt – eine Grenzerfahrung bedeute, weil sie stets mit dem Tod eines Menschen verbunden und für alle Beteiligten, nicht zuletzt auch für den Empfänger, äußerst belastend sei. Betroffen machten ihn – so Dr. Tepel – die in der Vergangenheit bekannt gewordenen Unregelmäßigkeiten an einige Transplantationszentren. Sie seien nicht nur Verstöße gegen bestehende Regelungen, sondern sorgten auch für eine zunehmende Verunsicherung der Menschen, so dass die ohnehin niedrige Bereitschaft zur Organspende in Deutschland nochmals erheblich zurückgegangen sei. Die Moderatorin des Abends, Roswitha Brauckmann, bedankte sich bei Dr. Tepel im Namen der Kolpingsfamilie mit einem kleinen Strauß Frühlingsblumen für seine informativen Ausführungen.